Satzung der Peter-Hesse-Stiftung

– genehmigt am 8. Februar 2013.

§ 1 Sitz der Stiftung
Die Peter-Hesse-Stiftung hat ihren Sitz in Düsseldorf.
§ 2 Gemeinnütziger und mildtätiger Zweck
1. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.
2. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Entwicklung einer gerechten, friedvollen und lernenden Einen Welt in Vielfalt – mit dem Schwerpunkt, Kindern eine kindzentrierte, früh beginnende Grundbildung zu vermitteln, die lebenslanges Lernen ermöglicht. Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Hilfe zur Befriedigung der Grundbedürfnisse Ernährung, Fürsorge und Erziehung von Kindern sowie zur praktischen Ausbildung von Jugendlichen in Fähigkeiten, die der Verbesserung ihrer Lebensbedingungen dienen.
3. Die Stiftung wird sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben Hilfspersonen i. S. des § 57 Abs. 1 Satz 2 der Abgabenordnung bedienen, soweit sie die Aufgaben nicht selbst wahrnimmt.
4. Die Stiftung ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
5. Die Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.
§ 3 Erhaltung des Stiftungsvermögens
Das Stiftungsvermögen ist in seinem Wert ungeschmälert zu erhalten. Dem Stiftungsvermögen wachsen die Zuwendungen Dritter zu, die dazu bestimmt sind.
§4 Verwendung der Vermögenserträge und Zuwendungen
1. Die Erträge des Stiftungsvermögens und die ihm nicht zuwachsenden Zuwendungen sind zur Erfüllung des Stiftungszwecks zu verwenden.
2. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
§ 5 Rechtsstellung der Begünstigten
Den durch die Stiftung Begünstigten steht aufgrund dieser Satzung ein Rechtsanspruch auf Leistungen der Stiftung nicht zu.
§ 6 Organe der Stiftung
Organe der Stiftung sind
a) der Vorstand
b) ein Geschäftsführer – nur in dem Fall, dass in Zukunft bei wachsender Stiftung umfangreiche laufende Verwaltungsgeschäfte anfallen sollten.
§ 7 Zusammensetzung des Vorstandes
1. Der Vorstand besteht aus Peter Hesse als Vorsitzendem sowie aus zwei bis vier von Peter Hesse berufenen Beisitzern.
2. Beim Ausscheiden von Peter Hesse wird der Nachfolger mehrheitlich von den verbleibenden Vorstandsmitgliedern benannt, beim Ausscheiden eines sonstigen Vorstandsmitgliedes von den verbleibenden Vorstandsmitgliedern.
3. Die Mitglieder des Vorstandes sind ehrenamtlich für die Stiftung tätig. Ihnen dürfen keine Vermögensvorteile zugewendet werden.
§ 8 Rechte und Pflichten des Vorstandes
1. Der Vorstand vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich. Er hat die Stellung eines gesetzlichen Vertreters. Er handelt durch seinen Vorsitzenden allein oder durch dessen Vertreter und ein weiteres Mitglied.
2. Der Vorstand hat im Rahmen des Stiftungsgesetzes und dieser Satzung den Willen des Stifters so wirksam wie möglich zu erfüllen. Seine Aufgabe ist insbesondere
a) die Verwaltung des Stiftungsvermögens einschließlich der Führung von Büchern und der Aufstellung des Jahresabschlusses, soweit dies nicht Aufgabe des Geschäftsführers ist,
b) die Beschlussfassung über die Verwendung der Erträgnisse des Stiftungsvermögens,
c) die Bestellung des Geschäftsführers, Festsetzung seiner Vergütung und Überwachung der Geschäftsführung.
§ 9 Rechte und Pflichten des Geschäftsführers
Der Geschäftsführer führt die laufenden Geschäfte nach den in der Geschäftsordnung festgelegten Richtlinien. Er ist dem Vorstand verantwortlich und an seine Weisungen gebunden. Er hat die Rechtsstellung eines besonderen Vertreters im Sinne des § 30 BGB.
§ 10 Beschlüsse
Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend sind.
Er beschließt mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen.
Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.
Beschlüsse können im schriftlichen Umlaufverfahren per E-Mail und zu Lebzeiten von Peter Hesse im Telefonverfahren durch den Vorsitzenden durchgeführt werden. Telefonische Beschlüsse sind anschließend von ihm schriftlich zu dokumentieren und den weiteren Vorstandsmitgliedern mit der Bitte um schriftliche Bestätigung zuzuleiten. Für die Beschlussfassung nach den §§ 11 und 12 ist mindestens ein Umlaufbeschluss erforderlich.
§ 11 Anpassung der Stiftung an veränderte Verhältnisse
Ändern sich die Verhältnisse derart, dass die Erfüllung des Stiftungszwecks von Vorstand nicht mehr für sinnvoll gehalten wird, so kann er einen neuen Stiftungszweck beschließen.
Der Beschluss muss einstimmig sein. Der neue Stiftungszweck hat gemeinnützig und mildtätig zu sein und auf dem Gebiet der Hilfe zur Selbsthilfe für besonders arme Menschen zu liegen. Über Satzungsänderungen, die nicht den Stiftungszweck betreffen, beschließt der Vorstand mit einfacher Mehrheit
§ 12 Auflösung der Stiftung
Der Vorstand kann einstimmig die Auflösung der Stiftung beschließen, wenn die Umstände es nicht mehr zulassen, den Stiftungszweck dauernd und nachhaltig zu erfüllen oder der Stifter, Peter Hesse nicht mehr Vorsitzender des Vorstandes ist.
§ 13 Vermögensanfall
Bei Auflösung oder Aufhebung der Stiftung oder bei Wegfall ihrer steuerbegünstigten Zwecke fällt das Vermögen an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGZRS).
§ 14 Unterrichtung der Stiftungsaufsichtsbehörde
Die Stiftungsaufsichtsbehörde ist auf Wunsch jederzeit über alle Angelegenheiten der Stiftung zu unterrichten. Ihr ist unaufgefordert der Jahresabschluss vorzulegen.
§ 15 Stellung des Finanzamtes
Unbeschadet der sich aus dem Stiftungsgesetz ergebenden Genehmigungspflichten sind Beschlüsse über Satzungsänderungen und über die Auflösung der Stiftung dem zuständigen Finanzamt anzuzeigen. Für Satzungsänderungen, die den Zweck der Stiftung betreffen, ist die Einwilligung des Finanzamtes einzuholen.
§ 16 Stiftungsaufsichtsbehörde
Stiftungsaufsichtsbehörde ist der Regierungspräsident in Düsseldorf. Oberste Stiftungsaufsichtsbehörde ist der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen. Die stiftungsaufsichtsbehördlichen Genehmigungs- und Zustimmungsbefugnisse sind zu beachten.

Die Urfassung vom 15. November 1983 wurde am 07. Dezember 1983 genehmigt, in den folgenden Jahren mehrfach geändert und am 22. Januar 1990, am 15. September 2005, am 30. April 2010 in jeweils angepasster Form sowie am 08. Februar 2013 in der vorliegenden Fassung von der Bezirksregierung Düsseldorf genehmigt. – Peter Hesse, März 2013.

Satzung als pdf

Satzungsänderung

Am 28. September 2012 beschloss der Vorstand der Peter-Hesse-Stiftung eine zukunftssichernde Anpassung des ersten Satzes des § 2, Abs. 2 der Stiftungssatzung:
Zweck der Stiftung ist die Förderung der Entwicklung einer gerechten, friedvollen und lernenden Einen Welt in Vielfalt – mit dem Schwerpunkt, Kindern eine kindzentrierte, früh beginnende Grundbildung zu vermitteln, die lebenslanges Lernen ermöglicht.
Diese Satzungsänderung wurde der NRW Stiftungsaufsicht zur Genehmigung vorgelegt. Vollständiger Vorstandsbeschluss mit Begründung
Peter Hesse – 1. Oktober 2012


Vorstand der Peter-Hesse-Stiftung

Peter Hesse Dr. Hans-Joachim Preuß
Vorsitzender
Dipl. Kfm. Peter Hesse

– geb. 5. 4. 1937 in New York
– Schule Schloß Salem
– BWL-Studium in München
– Marketing und Management-Trainer
– 1971–98 geschäftsführender Gesellschafter der Künstlerfarbenfabrik Schmincke
- Honorarkonsul von Island seit 1991
Stellvertretender Vorsitzender
Dr. Hans-Joachim Preuß

- geb. 5. Juni 1955 in Neuwied/Rhein
- Diplom-Agraringenieur (Justus-Liebig Uni, Gießen)
- Postgrad.-Studium im D. Institut für Entwicklungspolitik
- Dr. agr. (Thema: "Zielgruppenorientierte Agrarforschung...")
- 6/86-9/90 Beratungs- und Leitungstätigkeit in der GTZ
- 10/91-6/94 Wissenschaftl. Tätigkeit in der J.-Liebig Uni
- 7/94-9/96 Senior-Management-Berater in der GTZ
- Ab 10/06 Leitungsfunktionen, von 2003 bis Mitte 2009 Generalsekretär der DWHH.
- 7/09-12/10 Geschäftsführer der GTZ.
- Seit 1/2011 Mitglied des Vorstands der GIZ.
Dr. med. Sabine Uhlen
Beisitzerin
Dr. med. Sabine Uhlen

- verh., 2 Kinder
- Ärztin für Psychiatrie, Psychotherapie, Sozialmedizin
- Kassenarztsitz in Duisburg
- 2002 Mitgründung der FISCHER-HRM, internationale Personalberatung in Düsseldorf

Seit 1. April 2013 hat unser Vorstand zwei neue Mitglieder um die Verbindung zur Association Montessori Internationale (AMI) dauerhaft zu stärken:

Philip O'Brien
Philip O'Brien
ersetzte André Roberfroid als AMI-Präsident im April 2014 und ist daher nun auch Mitglied in unserem Stiftungs-Vorstand. Philip O'Brien wirkte in vielen Positionen für UNICEF, einschließlich als Regionaldirektor für Zentral- und Ost-Europa sowie als Direktor für private Partnerschaften und Mittelwerbung. Er hat einen "Master in Science and Economics" der Universität von Wales in Swansea, UK.
Lynne Lawrence (Netherlands/UK)
Lynne Lawrence (Netherlands/GB)
ist Executive Director der AMI und Leiterin der Ausbildung sowie der Schulen des Maria Montessori Instituts in London. Sie hat viel Erfahrung mit der Einführung der Montessori Methode für ärmere Kinder, insbesondere z.B. in Tansania und in Kenya.


Wechsel in der Präsidentschaft der "Association Montessori Internationale" (AMI) in Amsterdam, Holland.
Wechsel im Vorstand der Peter-Hesse-Stiftung, Düsseldorf, im April 2014.

In 2013 war der Vorstand der Peter-Hesse-Stiftung durch die Aufnahme der zwei leitenden AMI Funktionsträger, des AMI Präsidenten und des AMI "Executvive Directors" zukunftssichernd gestärkt worden. Wer zukünftig diese beiden leitenden AMI-Funktionen hat ist automatisch auch Vorstandsmitglied unserer Stiftung. Dies dient der langfristigen Erfüllung des zweiten Teils des Kernzwecks der Peter-Hesse-Stiftung, ...Kindern eine kindzentrierte, früh beginnende Grundbildung zu vermitteln, die lebenslanges Lernen ermöglicht. Die Partnerschaft mit AMI dient somit der längstmöglichen Förderung und Sicherung der Entwicklungschancen von Kindern in weniger begünstigten Situationen in unserer Welt.

Die weitere Öffnung von AMI, der weltweit führenden Montessori Gesellschaft, diente bewusst dem Wunsch Maria Montessoris, Kindern auch aus weniger begünstigten Umständen ihre Erkenntnisse und didaktischen Folgerungen zugänglich zu machen. Durch die AMI-"Educateurs sans Frontières" (EsF) - Lehrer ohne Grenzen - wurde dieser Wunsch Maria Montessoris weiter konkretisiert. Die aktive Einführung der Montessori Methode in sich entwickelnden Ländern wurde von diesen beiden AMI Funktionsträgern im Vorstand der Peter-Hesse-Stiftung weiter gefördert.

Vor 10 Jahren war UNICEFs frühere Führungspersönlichkeit, André Roberfroid von der letzten AMI-Präsidentin aus Maria Montessoris Familie gebeten worden, die AMI Präsidentschaft anzunehmen. Unter seiner Leitung und der Führung von AMIs "Executive Director", Lynne Lawrence, wurde das CENTRE MONTESSORI D'HAITI das einzige AMI-EsF-Projekt, das nicht von AMI selbst ins Leben gerufen wurde, sondern von Carol Guy-James Barratt und von mir.
10 Jahre lang hat André Roberfroid den weltweiten Erneuerungsprozess für früh beginnende, kindzentrierte Bildung erfolgreich gefördert. Nun hat er einen ebenso qualifizierten früheren UNICEF Kollegen bei AMI eingeführt: Philip O'Brien wurde im April 2014 zu seinem Nachfolger im Amt des AMI Präsidenten gewählt und wird damit auch neues Vorstandsmitglied der Peter-Hesse-Stiftung. Philip O'Brien ist ein hochmotivierter Gentleman im wahrsten Sinne dieses Wortes. Ich freue mich, dass er auch seine neue Rolle in unserem Stiftungs-Vorstand gerne angenommen hat.
André Roberfroid bleibt der Montessori Bewegung als "Global Ambassador on AMIs Advisory Council" auch weiterhin treu.

Wir hoffen, dass die Montessori Partnerschaft mit unserer Stiftung als Modell gleichgesinnten MITEINANDERs bessere Entwicklungschancen speziell auch benachteiligter Kinder in unserer EINEn Welt in Vielfalt nachhaltig fördert.

Peter Hesse



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